Mögliche Ursache:
Es gibt einen geschlossenen Ölfilm auf dem Emulsionssammeltank.

Lösung:
Entfernen Sie den Ölfilm und sorge Sie dafür, dass er sich nicht wieder bildet. Dazu können Sie einen Ölskimmer einsetzen.
Unter einem geschlossenen Ölfilm verbrauchen die aeroben Bakterien den Sauerstoff in der Emulsion. Wenn der Sauerstoff verbraucht ist, wachen die anaeroben Bakterien auf. Anaerobe Bakterien sind sehr widerstandsfähig und scheiden oft korrosive Säuren aus. Es kann auch helfen, Sauerstoff in den Emulsionssammelbehälter mit einer Aquariumpumpe, die in einen durchlöcherten Schlauch hineinpumpt, zu verwenden. Sie legen den durchlöcherten Schlauch in die Emulsion und schalten die Pumpe an.

Mögliche Ursache:
Es gibt eine geschlossene Haut auf dem Emulsionssammeltank.

Lösung:
Diese Haut ist ein Pilz. Siehe die Hinweise zur Pilzbekämpfung unter ‚Allgemeine Hinweise‘ weiter unten auf dieser Website.

Mögliche Ursache:
Putzlappen, Zigarettenkippen, Essensreste, Urin oder andere Verschmutzungen werden in die Emulsion hineingetan.

Lösung:
Die Lösung ist ganz einfach: machen Sie das nicht. Der Emulsionssammeltank sollte nicht als Mülleimer verwendet werden.

Problem:
Die Emulsion hat einen starken Geruch nach der Neubefüllung.

Lösung:
Ist Systemreiniger vorher verwendet worden, der nicht vor der Neubefüllung aus der Werkzeugmaschine entfernt worden ist? In diesem Fall muss man damit leben, oder die Emulsion erneut wechseln.
Bei einer Neubefüllung soll das Ansaugrohr in einen Eimer Wasser gehalten werden und die Emulsion aufgesammelt werden, die aus dem anderen Ende des Systems kommt. Diese Emulsion sollte mit der alten Befüllung entsorgt werden.
Einige Emulsionen enthalten Komponenten, die einen starken Eigengeruch haben. Diese verflüchtigen sich meistens nach ein paar Tagen. In diesem Fall können Sie mit der bestehenden Emulsion weiter arbeiten bis der Geruch nachlässt. Alternativ können Sie künftig eine andere Emulsion einsetzen, deren Geruch Ihnen angenehmer ist.

Mögliche Ursache:
Sie benutzen Spaltwasser aus einer Emulsionsspaltanlage beim Ansetzen der Emulsion.

Lösung:
Spaltwasser enthält Bakterien. Benutzen Sie kein Spaltwasser sondern Leitungswasser.

Mögliche Ursache:
Sie benutzen gesammeltes Regenwasser beim Ansetzen der Emulsion.

Lösung:
In dem Regenwassersammelbehälter bilden sich Bakterien und Algen. Benutzen Sie kein Regenwasser, sondern Leitungswasser.

Mögliche Ursache:
Sie benutzen Ihr eigenes Brunnenwasser beim Ansetzen der Emulsion.

Lösung:
Brunnenwasser enthält erfahrungsgemäß Bakterien, auch wenn Laborversuche das Gegenteil zeigen. Benutzen Sie kein Brunnenwasser sondern Leitungswasser.

Allgemeine Hinweise:
Wenn Sie eine Emulsion wechseln, sollte ein Systemreingier verwendet werden, um die Bakterienbelastung in der Neubefüllung zu reduzieren. Systemreiniger enthalten Biozide und Fungizide, die Bakterien und Pilze in der verbrauchten Emulsion bekämpfen. Folgen Sie den Anwendungshinweise für den Systemreiniger. Systemreiniger, bei dem Sie während der Behandlung an der Werkzeugmaschine weiter arbeiten dürfen, sind relativ ineffektiv, weil die Biozid- und Fungizidkonzentration niedrig genug gehalten werden muss, damit die Haut der Maschinenbediener nicht angegriffen wird.

Pilze sind sehr schwer aus der Maschine zu bekommen. Sie bestehen teilweise aus einer viele hundert Zellen dicke Masse. Wenn Sie ein Fungizid zu der Emulsion geben, werden die obersten Zellschichten des Pilzes getötet, aber die Schichten darunter sind durch die getötete Pilzschichten geschützt.
Wenn Sie Pilze bekämpfen, entfernen Sie mechanisch so viel Pilzmasse wie möglich aus der Werkzeugmaschine. Danach behandeln Sie die Emulsion mit Wascut Biozid (oder Thor Chemie Acticide 14). Wiederholen Sie die Behandlung einmal im Monat ein Jahr lang. Dann können Sie die Maschine inspizieren, und sehen, ob die Behandlung gewirkt hat. Wenn kein Pilz mehr zu sehen ist, dann hat es gewirkt. Wenn die Pilze wieder kommen, nehmen Sie monatliche Behandlungen wieder auf.
Pilze breiten sich nur langsam in der Werkzeugmaschine aus, und Sie werden nur langsam aus der Maschine vertrieben. Wenn man Sie nicht aufhält, breiten Sie sich aus, bis die Emulsionszufuhrleitungen vollständig verstopft werden. Dann müssen Sie die Werkzeugmaschine demontieren und die Leitungen ausbohren. Danach müssen Sie die Behandlung wie hier beschrieben anwenden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass andere Pilzbekämpfungsmethoden nur in Ausnahmefällen funktionieren.

Bei leichtem Bakterienbefall Konzentration um 2-3% erhöhen. Bei starkem Befall Emulsion mit Biozid behandeln. Gegebenenfalls mit Systemreiniger behandeln, entsorgen und neu befüllen. Hinweis: Wenn die Emulsion erst in einem Vorratsbehälter angemischt wird, besteht die Gefahr einer Bakterienbelastung, die in alle Maschinen übertragen wird.