Problem:
Unverträglichkeit mit Dichtungen.

Lösung:
Es sollte zuerst die Verträglichkeit zwischen der betroffenen Dichtung und der Emulsion im Labor beim Emulsionshersteller getestet werden. Bei WASCUT sind viele Hunderte solcher Tests schon durchgeführt worden. In diesen Versuchen hat es sich bisher ausnahmslos gezeigt, dass Dichtungen, die angegriffen werden, entweder mit Mineralöl oder alkalischem Wasser, auf pH 9 eingestellt, auch unverträglich sind. Besonders Emulsionen mit einer sehr guten Maschinensauberkeit, wie Biowas EP1, Biowas G und Synthocut R, hinterlassen wenig Ölrückstände auf Maschine und Dichtungen. Bei diesen Produkten werden Dichtungen, die mit alkalischem Wasser unverträglich sind, schneller vom Wasser angegriffen als mit Emulsionen, die ölige Ablagerungen überall in der Maschine hinterlasen.
Wenn eine Dichtung mit leicht alkalischem Wasser (bei pH 9) unverträglich ist, kommt es zu aufgequollenen Dichtungen. Wenn die Dichtung mit alkalischen Wasser nicht verträglich ist, ist diese Dichtung für den Einsatz mit Emulsionen nicht geeignet. Bei Emulsionen, die stärkere ölige Rückstände hinterlassen, halten solche Dichtungen länger, aber die Dichtung ist trotzdem ungeeignet für Emulsionen, die in der Regel zwischen 90 und 95% alkalischen Wasser enthalten. Auch mit ‚schmutzigen’ Emulsionen werden die gleichen Dichtungen nach gewisser Zeit angegriffen.
Angegriffene Dichtungen sollten durch mineralölverträgliche und alkalisch wasserverträgliche Dichtungen ersetzt werden. Wenn Sie unsere Produkte verwenden, und unsicher sind, ob Ihre Dichtungen für den Einsatz mit Emulsionen geeignet sind, prüfen wir das gerne für Sie in unseren Laboren, wenn Sie uns ungebrauchte Dichtungen zuschicken.

Problem:
Unverträglichkeit mit dem Maschinenlack.

Lösung:
Überprüfen Sie mögliche Einschleppungen (z.B. Lösungsmittel), die dafür verantwortlich sein können.

Es gibt sehr viele Lacksorten und sehr viele Emulsionen. Leider kommt es immer wieder zu Unverträglichkeiten zwischen manchen Paarungen von Lack und Emulsion aufgrund der Komplexität und Vielfältigkeit dieser zwei Stoffe. Jede Emulsion ist mit einigen Lacken unverträglich. Auch Zweikomponentenlacke sind nicht mit alle Emulsionen verträglich.
Produkte auf Ester-, Rapsöl-, oder Rapsöl-Derivat-Basis sind in der Regel besonders stark von dieser Problematik betroffen. Hier sind Biowas EP1 und Biowas EP3 die Ausnahme; diese Produkte verhalten sich wie herkömmliche, mineralölbasierende Emulsionen Lacken gegenüber.
Wenn ein Lack mit einer Emulsion unverträglich ist, bleibt nichts anderes übrig, als den beschädigten Lack zu entfernen und mit einem verträglichen Lack neu zu lackieren. Fragen Sie die Hersteller Ihrer Emulsion nach geeigneten Lacksorten.

Problem:
Es gibt Ablagerungen in der Maschine

Lösung:
Bei grünblauen, sehr klebrigen Ablagerungen handelt es sich um Kupferseifen. Hier sollte eine andere Emulsion eingesetzt werden, die mit dem gelösten Kupfer besser zurechtkommt.
Bei schmierigen, weißen Ablagerungen handelt es sich um Kalkseifen. Hier sollte eine andere Emulsion eingesetzt werden, die mit der Wasserhärte besser zurechtkommt oder mit vollentsalztem Wasser (VE-Wasser) nachgefüllt werden.
Bei schwarzen, öligen Ablagerungen handelt es sich häufig um Fremdöl. Versuchen Sie den Fremdöleintrag abzustellen.
Bei einer festen ‚Lederhaut’ handelt es sich um einen Pilz. Für die Behandlung siehe ‘Bakterien/Geruch’.

Problem:
Die Emulsion färbt sich blau.

Lösung:
Gelöstes Kupfer, meistens von der Zerspanung von kupferhaltigen Legierungen, färbt die Emulsion blau. Gelöstes Kupfer hat eine geringe Toxizität und ist als unbedenklich einzustufen. Manche Emulsionen enthalten absichtlich über 400 ppm gelöstes Kupfer, was eine tiefblaue Farbe gibt. Es macht nichts, wenn die Emulsion sich blau färbt.

Problem:
Die Emulsion färbt sich rosa.

Lösung:
Gelöster Kobalt, meistens von der Zerspanung von Hartmetall, färbt die Emulsion rosa. Gelöster Kobalt ist krebserregend, und wenn die rosa Farbe schon zu sehen ist, muss die Emulsion auf jeden Fall gewechselt werden.

Problem:
Die Emulsion färbt sich grau.

Lösung:
Dies kann durch ausgewaschene Altemulsionrückstände (z.B. aus den Leitungen) oder Fremdöl verursacht werden. Graue Färbung ist nur dann bedenklich, wenn die Emulsion auch streng nach Bakterienbefall riecht. In diesen Fall behandeln Sie die Emulsion mit Biozid. Andernfalls mit Systemreiniger behandeln, entsorgen und neu befüllen.

Problem:
Die Emulsion raucht oder qualmt.

Lösung:
Sorgen Sie für eine gute Überflutung mit Emulsion an der Schneidstelle. Das verhindert Qualm und giftige Verbrennungsprodukte, die daraus entstehen. Es erhöht auch die Schmier- und Kühlwirkung Ihrer Emulsion.

Problem:
Emulsion lässt sich nach Neuansatz schlecht filtrieren.

Lösung:
Emulsionskonzentrat besser mit Ansetzwasser vermischen. Falls kein Mischgerät verwendet wird und ein Zusetzen des Filters durch ‘geleeartige Bestandteile’ beobachtet wird, soll der Papierbandfilter die ersten ca. 15 Minuten nach Zugabe des Emulsionskonzentrats zur Seite geschoben werden.

Problem:
Die Emulsion wird immer milchiger.

Lösung:
Keine Maßnahme notwendig, außer bei vollsynthetischen, wasserklaren Schleiflösungen (dann soll die Lösung gewechselt werden, wenn das Schleifbild darunter leidet). Emulsionen nehmen Fremdöl und andere Verschmutzungen auf. Dadurch werden die Öltröpfchen größer, und die Emulsion sieht milchiger aus.

Problem:
Die Schleifschiebe setzt sich schnell zu.

Lösung:
Benutzen Sie eine vollsyntetische Lösung wie Synthocut S zum Schleifen. Alternativ können Sie nach einer poröseren Schleifscheibe bei Ihrem Schleifscheibenlieferanten fragen.
Wenn die Hohlräume zwischen den Schleifscheibenkörnern und dem Werkstück so klein sind, dass die Öltröpfchen in der Emulsion nicht mehr dazwischen passen, werden die Öltröpfchen in den Hohlräumen zerquetscht und platzen auf. Dann bleibt der Schleifabrieb an dem Öl kleben und die Schleifscheibe setzt sich schnell zu.
Normalerweise gibt es das Problem ab einer 80er Körnung.
Einige feine Schleifscheiben sind porös aufgebaut. Mit solchen Schleifscheiben können Sie gut mit Emulsionen schleifen. Fragen Sie Ihren Schleifscheibenlieferanten nach dieser Möglichkeit.